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Infiltration

Infiltration beschreibt das Eindringen von Wasser in die Bodenoberfläche nach Niederschlägen (Beregnung oder Überstauung). Es ist ein wichtiger Prozess im Wasserkreislauf. Die anschließenden Prozesse können unter anderem Grundwasserneubildung und Abflussbildung bei z.B. Starkregen sein.

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Die Infiltrationsmenge wird mit der Einheit Millimeter pro Sekunde gemessen.

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Die Infiltrationsrate (Versickerungsrate) kennzeichnet den Verlauf der Infiltration. Sie beschriebt das Wasservolumen, das je Zeiteinheit im Boden versickert. Die Infiltrationsrate ist oft nicht konstant. Weil sich der Boden verändert, durch biologische Aktivität, das Aufquellen der Bodenpartikel (vor allem bei Ton) und eingeschlossene Luft. Diese Rate wird von vielen Faktoren beeinflusst, größtenteils von der Bodenart oder dem Verdichtungsgrad des Bodens.

Man bezeichnet die maximal mögliche Wassermenge, die pro Zeiteinheit im Boden versickert als Infiltrationskapazität.

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Warum ist Infiltration so wichtig?

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Sie hat bedeutende Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft.

 

Ein paar der wichtigsten Auswirkungen sind:

  • Grundwasser: Die Infiltration ist wichtig, damit die Grundwasserreserven wieder befüllt werden. Die Reserven werden wieder aufgefüllt, indem Niederschläge in den Boden eindringen und von den Poren des Bodens aufgenommen werden.

  • Anpassung an den Klimawandel: Die Infiltrationsfähigkeit beeinflusst zunehmend das Risiko von Überschwemmungen und Trockenheit, besonders im Kontext mit dem zunehmenden Extremwetter. Durch eine schnellere Ableitung des Oberflächenwassers, die das Überschwemmungsrisiko verringert, und eine optimierte Speicherung, die während Trockenperioden genutzt werden kann.

  • Bodenerosion: Eine effektive Infiltration reduziert das Risiko von Oberflächenerosion, indem sie die Geschwindigkeit der Wasseraufnahmen verbessert und damit den Abfluss reduziert.

  • Bodenfruchtbarkeit: Die Bodenlebensfähigkeit, Wurzelentwicklung und die Ernährung von Pflanzen wird durch eine gute Infiltrationsfähigkeit verbessert.

Welche Faktoren beeinflussen die Infiltrationsrate?

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Sie wird von vielen Faktoren beeinflusst, wie zum Beispiel von:

  • Bodenbeschaffenheit: Lehmige Böden haben eine niedrigere Infiltrationsrate im Vergleich zu sandigen Böden, weil sie nicht so porös sind.

  • Vegetationsbedeckung: Die Begrünung von Flächen trägt zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit bei, zudem können Pflanzenwurzeln den Boden belüften und die Infiltrationsrate erhöhen.

  • Niederschlagsintensität: Die Infiltrationsrate wird oft geringer, wenn es häufige und intensive Regenfälle gibt, da der Boden gesättigt wird.

  • Bodenverdichtung: Landwirtschaftliche Maschinen können die Infiltrationsrate stark verringern, da sie Böden verdichten.

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Böden mit einer guten Infiltrationskapazität können Trockenperioden länger überbrücken und Schäden durch Starkregen vorbeugen!

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